Heidi-Maria Makkonen, Violine
Mathias Kleiböhmer, Violoncello
Rafael Rütti, Klavier


L. Samson: Ballade op. 45
J. Brahms: Trio H-Dur op. 8 (1. Fassung 1854)


Dauer: bis 19.10 Uhr
Eintritt: CHF 33.- (ermässigt 18.-)

In Düsseldorf schrieb Johannes Brahms sein 1. Klaviertrio für die 14 Jahre ältere Clara Schumann, die er zeitlebens verehrte. Leidenschaft, Sturm, Eifersucht, Krankheit und Liebe kumulieren in diesem Werk und berichten aus seinem Leben. Das H-Dur-Trio ist zugleich das früheste und späteste Klaviertrio des Komponisten. Es liegt in zwei völlig verschiedenen Fassungen aus den Jahren 1854 und 1889 vor, wobei heute im Allgemeinen die Spätfassung als das “Opus 8” von Brahms gilt. Das Ergebnis der "Verneuerung" war eine Straffung der Form, Verdichtung der thematischen Arbeit und Ausräumung der “unnützen Schwierigkeiten”. Nicht alle Brahms-Freunde waren von dem Ergebnis überzeugt. Elisabet von Herzogenberg, die Ehefrau des Grazer Komponisten Heinrich von Herzogenberg, bedauerte das Nebeneinander von Alt und Neu in dem “verneuerten Trio” und vermisste die jugendliche Frische des Originals. Das selten gespielte Original wird hier zur Aufführung gebracht. Die Entdeckung unbekannter Werke und Komponisten liegt den drei Ausführenden besonders am Herzen, und so stellen sie Brahms' Jugendwerk ein Werk des gänzlich unbekannten Komponisten Ludwig Samson voran. Seine Ballade op. 45 (ca. 1890) ist mit ihren langen Linien, Steigerungen im Inbegriff der Romantik komponiert: dicht gesetzt, intensiv, atemlos, espressiv... damit passt sie vorzüglich zum Brahms'schen Original! Als Klaviertrio sind Heidi-Maria Makkonen, Mathias Kleiböhmer und Rafael Rütti ein dem Flimser Publikum bestens vertrautes Ensemble – Wiederhören macht Freude!