Sibylle Kunz Blockflöte
Martina Joos Blockflöte
Johannes Hämmerle Cembalo
Johannes Ötzbrugger Laute
Johannes Kofler Barockvioloncello
Martina Joos Blockflöte
Johannes Hämmerle Cembalo
Johannes Ötzbrugger Laute
Johannes Kofler Barockvioloncello
D. Castello Sonate in stil moderno
G. Rhaw Kuhreihen Lobelobe (1545)
F. Couperin Sonate La Convalescente
B. Marini Sonata sopra la Monica op. 8
G. Rhaw Kuhreihen Lobelobe (1545)
F. Couperin Sonate La Convalescente
B. Marini Sonata sopra la Monica op. 8
Dauer bis 12:30 Uhr
Die Schweiz mit ihrer einzigartigen Topografie, Geschichte und kulturellen Struktur bot einen fruchtbaren Boden für die Entstehung eines Phänomens, das weit über ihre Grenzen hinaus an Bedeutung gewinnen sollte: Die Pothopatridalgia oder einfacher gesagt – das Heimweh, auch als „morbus helveticus“ oder „maladie suisse“ bezeichnet. Die Symptome: Fieber, unregelmässiger Herzschlag, Schwäche, Magenschmerzen, Melancholie. In manchen Fällen soll die Krankheit sogar tödlich enden. Heilung kann nur die Rückkehr in die Heimat bringen, doch die Musik kann immerhin ein Ausdrucks- und Bewältigungsmedium für das Phänomen des Heimwehs sein. Einfache Volkslieder thematisierten die Sehnsucht nach der entfernten Heimat. Schweizer Musik oder einfachem Kuhglockengeläut wurde eine geradezu magische Kraft attestiert. Söldnern wurde aus Angst vor Desertion verboten, Musik aus der Heimat zu hören oder singen. Und wie alle menschlichen Gefühlsregungen war das Heimweh prädestiniert dafür, auch in der Kunstmusik seinen Ausdruck zu finden. In Couperins Triosonate „La Convalescente“ wird die Genesung einer Frau dargestellt, möglicherweise nach einer Reise in unbekannte oder ferne Länder. In seinem Konzertprogramm spürt das Ensemble Le Grand Trianon diesem faszinierenden Phänomen nach. Vorhang auf für Musik zu einem „Schweizer“ Phänomen: Heimweh!